
Sa, 18. April 2026, 10 bis 18 Uhr
Tagung
Frauenschicksale zwischen Weimarer Republik und Wiederaufbau
Eine Tagung von HAUS SCHLESIEN in Zusammenarbeit mit der VHS Siebengebirge, dem Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter und der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Vor während und nach dem Zweiten Weltkrieg lastete auf den Schultern der Frauen eine große Verantwortung: Die Männer waren als Widerständler in Haft, im Krieg, in Kriegsgefangenschaft oder gefallen, und so hatten die Frauen nicht selten neben der Familie auch einen Betrieb zu führen und für den Unterhalt zu sorgen. Andere waren selbst im Widerstand, versteckten Verfolgte, wurden selbst verfolgt oder zur Zwangsarbeit genötigt. Und am Ende des Krieges waren es vor allem Frauen, die mit Kindern und Alten aufbrechen und sich auf den Weg ins Ungewisse machen mussten.
Es waren unsere Mütter und Großmütter, die während Nationalsozialismus, Krieg, Flucht und Vertreibung, oft auf sich alleine gestellt, fast Unmenschliches geleistet haben
Die Tagung vermittelt anhand einzelner Biographien von bekannten und weniger bekannten Frauen historische Hintergründe zur deutschen Geschichte der 1930er bis 1950er Jahre und erinnert an die Leistung der Frauen. Neben bekannten Frauen wie Gussie Adenauer oder Freya von Moltke, geht es vor allem um die Geschichten der vielen Unbekannten: der Alltagsheldinnen aus Königswinter, der Zwangsarbeiterinnen und der Frauen auf der Flucht Im Rahmen der Tagung besteht auch die Möglichkeit, eigene Familiengeschichten zu reflektieren.
10.00 Uhr
Begrüßung / Einführung in die Thematik
10.15 Uhr
Bewegte Biografien – Gussie Adenauer & Elly Heuss-Knapp (Claudia Waibel, Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus)
11.00 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr
Die Frauen der Kreisauer: Freya Gräfin von Moltke, Marion Yorck von Wartenburg und Margarete von Trotha (Silke Findeisen, HAUS SCHLESIEN)
12.15 Uhr
Zwangsarbeiterinnen in Königswinter – Beispiele polnischer und ukrainischer Betroffener (Elmar Scheuren, Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter)
13.00 Uhr
Mittagessen
14.30 Uhr
Rosa Cohn: Damit wir nicht vergessen. (Videoprojekt der Schülerinnen Carina Schleder, Hannah Julia Gajdecka und Michelle Mader des Gymnasiums am Ölberg)
15.00 Uhr
Moderierte Gespräche in Kleingruppen mit Kaffee und Kuchen: Zeit für Ihre Erinnerungen und Geschichten aus der Familie
16.00 Uhr
Die Frauen der Familie Süskind in Oberdollendorf. Biografische Annäherungen an Herkunft, Verfolgung und Überleben (Gabriele Wasser, Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter)
16.45 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung „Ungehört – Die Geschichte der Frauen“
17.30 Uhr
Abschlussdiskussion
ca. 18.00 Uhr
Ende der Tagung
www.hausschlesien.de.
Anmeldung über HAUS SCHLESIEN, Tel. 02244/886 231 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Zahl der Plätze ist begrenzt!
Veranstaltungsort: Heisterbacherrott, HAUS SCHLESIEN
Kosten: 70 € (inkl. Drei-Gang-Menü und zwei Kaffeepausen)
Sa, 18. April 2026, 14 Uhr
Historische Wanderung
Leben am Strom – Von Fähre zu Fähre
Seit Jahrhunderten prägt der Rhein das Leben seiner Anwohner. Er ist Transportweg für Schiffer, Fährleute, Steinhauer und Winzer. Im 19. Jahrhundert entdecken Schriftsteller und Künstler seinen landschaftlichen Reiz und preisen ihn in Liedern, Gedichten, Gemälden und Zeichnungen. Seitdem haben der Tourismus und die stürmische Wirtschafts- und Verkehrsentwicklung das Bild der Landschaft am Strom grundlegend verändert. Im 20. Jahrhundert tritt die "große Politik" in den Vordergrund: 1938 treffen sich Hitler und Chamberlain im Rheinhotel Dreesen; Adenauer und die Queen setzen auf der Niederdollendorfer Fähre über; und die ehemaligen Botschaftsgebäude am Rhein verweisen auf die politische Bedeutung dieser kurzen Strecke zwischen den Rheinfähren in Königswinter und Niederdollendorf.
Verlauf der Rundwanderung: Einführung im Siebengebirgsmuseum; ca. 6 km ebener, meist asphaltierter Weg am Rhein entlang; zwei Fährfahrten über den Rhein.
Dauer bis ca. 18 Uhr
Kostenbeitrag: 9 Euro, ermäßigt: 7 Euro, zzgl. Fährkosten
Anmeldung erforderlich bis 17. April 2026 per Mai an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 02223/3703
In Kooperation mit der VHS Siebengebirge
Fr, 24. April 2026, ab ca. 14 Uhr
Brotbacken
Steinofenbrot aus dem Königswinterer Ofen
Jahrhundertelang war der Bau von Backöfen ein wichtiger Erwerbszweig in Königswinter. Das Spektrum dieser im Rheinland und bis nach Westfalen vertriebenen Öfen reichte von einfachen Hausbacköfen bis zu technisch ausgeklügelten gewerblichen Anlagen. Das Siebengebirgsmuseum besitzt einen solchen historischen Ofen aus der Zeit um 1900. Er stammt von einem Bauernhof in Königswinter-Oberscheuren und wurde 2011 im neu errichteten Backhaus des Museums originalgetreu wiederaufgebaut.
Von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter mehrere Stunden vorher angeheizt, wird darin das traditionelle Steinofenbrot von Konditormeister Martin Heimbach ab ca. 14.30 Uhr ausgebacken.
Die Vorbestellung von einem Brot ist möglich unter Tel.: 02223/3703 oder per Mail anDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ab ca. 15.30 Uhr liegen die Brote zur Abholung bereit. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, beim Einheizen und Backen zuzuschauen.
So, 26. April 2026, 11 Uhr
Führung durch die Dauerausstellung
Das Siebengebirgsmuseum: Landschaft – Geschichte – Rheinromantik
Die Entstehung der Landschaft, der Steinabbau, der Tourismus und die Geschichten der Menschen aus dem Siebengebirge sind die Themen, die in einer kurzweiligen Führung durch die Dauerausstellung vorgestellt werden. Besondere Highlights sind das Modell eines riesigen Holländerfloßes und die romantischen Bilder vom Rhein.
Kostenbeitrag: 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro (inkl. Eintritt)
Dauer: ca. 1 Stunde
So, 26. April 2026, 14 Uhr
Führung
Friedhof Palastweiher
Friedhöfe sind als Orte der Erinnerung im besonderen Maße mit dem facettenreichen Leben einer Stadt verbunden. Zugleich stellen sie die Menschen in den Mittelpunkt, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben. Der Rundgang auf dem Königswinterer Friedhof am Palastweiher führt zu den Gräbern prominenter Persönlichkeiten, Ehrenbürger und Politiker. Im Blickpunkt stehen aber auch Handwerker, Künstler oder Königswinterer „Originale“ wie das „Herrmännchen“. Außerdem wird über die lange Geschichte des Friedhofs selbst berichtet, der im frühen 19. Jahrhundert angelegt wurde.
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Siebengebirgsmuseum
Kosten: 7 Euro, ermäßigt: 5,50 Euro
In Kooperation mit der VHS Siebengebirge



