Sander Flyer k

 

20. November 2012 – (verlängert:) 7. April 2013

Ernemann F. Sander

Zeichnungen

 

 Sander Akt kl

„Weiblicher Akt“, Rohrfeder (Tusche, laviert), 1979

Sander Pferd kl

„Verwundetes Pferd“ (Holzschnitt), 1946

Sander Zwei-Frauen kl

 „Zwei Frauen“ (Federzeichnung, Tusche), 1969

Zeichnungen

Der Bildhauer Ernemann F. Sander ist ein Meister figürlicher Plastik und ein hervorragender Zeichner. Am 18. April 1925 in Leipzig geboren, studierte er 1941 bis 1947, unterbrochen durch Wehrmacht und Gefangenschaft, an der Kunsthochschule in Weimar. Bis 1953 arbeitete er freischaffend in Jena. Nach kurzfristiger Übersiedlung nach West-Berlin gelangte er 1955 nach Bonn. Sein Atelier-Haus in Königswinter-Oberdollendorf konnte er 1964 errichten. Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen sowie zahlreiche öffentliche Aufträge (überwiegend Bronzeplastik) machten ihn weit über Bonn hinaus bekannt.

Die Ausstellung

Tierdarstellungen, Porträts und der weibliche Akt in vielen Variationen gehören zur Bandbreite von Sanders Schaffen. „Der Bildhauer braucht das Aktzeichnen wie die Luft zum Atmen.“ (E. Sander). Die Ausstellung bietet einen Überblick von frühen Jugendwerken bis hin zu neuesten Skizzen.

Ermöglicht wurde die Auswahl durch eine in diesem Jahr erstmals erstellte Übersicht des umfangreichen zeichnerischen Oeuvres, deren Erarbeitung von der Kreissparkasse Köln gefördert wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Bergeburgen Flyer k

14. November 2012 – 8. Mai 2013

Berge und Burgen abseits des Rheins

Sammlung RheinRomantik  -  Auswahl III

 

 Eltz kl

Anton Ditzler, Burg Eltz mit der Ruine Trutz Eltz, 1836

 Norman-Trarbach 1832 kl

 Rudolf von Normann, Ansicht von Trarbach an der Mosel, 1832

 

Hermannstein-Wetzlar kl

Friedrich Christian Reinermann, Ruine Hermannstein oberhalb der Lahn bei Wetzlar, 1811

Romantische Seitentäler des Rheins

„Dieses herrliche, wildromantische Thal verdient einen Abstecher“ schrieb schon 1812 Aloys Schreiber in einem der ersten Reiseführer zum Rhein, als er die Nahe besuchte. Zur rheinischen Kulturlandschaft zählte bereits im frühen 19. Jahrhundert die weite Landschaft zwischen Trier und Wetzlar, die sich dem Reisenden über die Seitentäler des Rheins erschloss.

 

Inspiration für Künstler

Die Nebenflüsse des Rhein standen in der Vorstellung der Künstler für Landschaften mit entlegenen Burgen, Kirchen und Klöster, für romantische Berge und Täler. Sie zogen auch ausländische Künstler in ihren Bann. Der Engländer William Callow malte hier seine großformatige Ansicht des Limburger Domes, der Franzose Auguste Migette  zeichnete versteckte Seitentäler der Mosel und die Düsseldorfer Künstler romantisierten das unbekannte Morgenbachtal.

 

 

Die Sammlung RheinRomantik

Mit der jetzigen, neuen Präsentation wird die dritte Auswahl von Werken der privaten Sammlung RheinRomantik vorgestellt, die mit rund 500 Werken heute eine der wichtigsten deutschen Sammlungen zur Entwicklung der Malerei im Rheinland im 19. Jahrhundert ist. Die Auswahl der im Siebengebirgsmuseum gezeigten Landschaftsbilder wechselt in der Regel zweimal jährlich und behandelt jeweils ausgewählte Themen zur rheinischen Kulturlandschaft.

 

 

 

Die erfundene Landschaft

Dokumentarische Landschaftsfotografie
aus dem Siebengebirge
von Walter G. Müller und Axel Thünker

15. September - 22. Oktober 1989
  
Walter G. Müller:
  
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Der Erzähl-Automat
Drachenfels, 20. April 1989.
  
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Am Burghof
Drachenfels, Mai 1989.
  
  
  
Axel Thünker:
  
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Das Siebengebirge von Berkum aus
Mai 1989
  
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Eichenwurzel
Wolkenburg, November 1988.


 
 

 


 

Reinhard G. Puch

Stahlskulpturen und Skizzen

6. Mai - 18. Juni 1995
 
 
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"Flügel - angelehnt", 1994
(Aufnahme: 1995 vor dem Siebengebirgsmuseum)
Zur Person:

Reinhard G. Puch - geb. 1947 in Hörstel-Westfalen - 1968-70 Schiffbetriebsingenieur-Studium - 1970 Beginn des Bildhauerstudiums an der Werkkunstschule in Köln - 1973-77 Studium in der Meisterklasse für Bildhauer bei Prof. Joannis Avramidis an der Akademie der Bildenden Künste in Wien - 1977 Weiterentwicklung der Eisenskulpturen in Bonn - 1980 Atelier in Ollheim - 1984 Experimente mit Rost und Ruß - 1985 Entstehung der ersten "Eisenbilder" (Rost auf Papier).

Auszeichnungen: 1987 Stipendium der Stadt Bonn - 1989 Kunstpreis des Rhein-Sieg-Kreises - 1990 Arbeitsstipendium im Dillinger Hüttenwerk, Kunstpreis der Stadt Bonn - 1992 Philip Morris Stipendium in Berlin, Workshop-Stahl 92 (Leitung: Tim Scott). Zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen seit 1983.
 

Reinhard G. Puch erhielt 1989 den Kunstpreis des Rhein-Sieg-Kreises. Aus diesem Anlaß war ihm 1990 eine Ausstellung im Kreishaus in Siegburg gewidmet. Die Ausstellung im Siebengebirgsmuseum zeigt neue Arbeiten Puchs, die dessen aktuelle Entwicklung aufzeigen. Zu sehen sind Skulpturen und Skizzen, die zwischen 1990 und 1995 entstanden sind, einige im Dillinger Hüttenwerk, einige auch wieder im Ollheimer Atelier.

Bewährtes entwickelt Puch weiter. Sich der Grenzen der Abstraktion bewußt, verwendet er seit 1990 Zahlen bzw. Buchstaben als thematische Ausgangspunkte. Aus der blockhaften Stahlplatte spart er diese aus und läßt sie, gleichsam in der Art der Windungen eines Korkenziehers, in den Raum hinein wachsen, freilich nicht gleichmäßig, sondern in einer geschickten Komplexität von kantigen, runden, gewölbten, geraden, in verschiedenen Richtungen sich bewegenden Biegungen und Strecken des Metalls. In allem dominiert das Ambivalente. Teils sind Zahlen bzw. Buchstaben unmittelbar erkennbar, teils erst nach längerem Betrachten, teils imaginär aufgelöst. Vielfältige Spannungen werden erzeugt. Blickwinkel und Entfernung zur Skulptur bewirken eine ständige Änderung von Raumwirkung und Assoziationen.

Die Realisierung der Ausstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem
Kunstverein für den Rhein-Sieg-Kreis.

 


 
 

 

Ein Rundgang durch das Siebengebirgsmuseum und seine Ausstellungsbereiche

 
  • Impressionen
  • Entstehung der Landschaft
  • (Vulkanismus, Steinabbau, Bergbau, "Neue" Landschaft) 
  • Regionalgeschichte
  • Weinbau, Schiffahrt
  • Romantisches Heisterbach
  • Eduard-Rhein-Zimmer
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Impressionen

Der Raum im Eingangsbereich vermittelt erste Eindrücke in Form typischer, kurioser oder extremer Aspekte der Region und Spuren ihrer Geschichte. Das Spektrum reicht von lyrischen Würdigungen berühmter Dichter über eine rätselhafte Sonnenuhr oder einen Walwirbel als Sitzgelegeneheit einer bürgerlichen Parkanlage bis hin zu Spuren von Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg. 

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Die Entstehung der Landschaft

Ein Blick hinter die Kulissen der heutigen "schönen" und touristisch attraktiven Landschaft. Die wichtigsten landschaftsprägenden Faktoren werden vorgestellt: von tertiären Vulkanen über Millionen Jahre lang nagende Erosion bis hin zur Ausbeutung der natürlichen Ressourcen - vor allem Steine - durch Menschen. Am Ende stehen romantische Verklärung, Anpassung der Realität an touristische Nutzungsanforderungen und die Entstehungsgeschichte eines der ältesten Naturschutzgebiete in Deut- schland. 

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Regionalgeschichte

Der zentrale Bereich der Dauerausstellung gibt einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Region. Von den frühesten Spuren menschlicher Besiedlung bis zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland: Die regionale Geschichte wird dargestellt als Spiegel, in dem die jeweils zeittypischen Strukturen und Ereignisse anschauliche Konturen gewinnen. Die Besonderheiten der Region liefern den roten Faden - von der günstigen Siedlungslage über etwa die Vielfalt der mittelalterlichen Burgenlandschaft bis hin zum zentralen Schauplatz der deutschen Nachkriegsgeschichte während der Besatzungs- und Nachkriegszeitzeit. 

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Schiffahrt, Weinbau

Der Rhein als Transportweg prägte Jahrhunderte lang die Lebensbe-dingungen der Uferbewohner. Vorgestellt werden - anhand von Modellen - die wichtigsten Schiffstypen. Das Fährwesen und der Werftbetrieb einer Königswinterer Bootsbauerei ergänzen das Thema um ortsspezifische Aspekte. Eine Sonderrolle kommt dem Thema der "Flößerei" zu. 

 Bis zur Wiederherstellung der deutschen Einheit - in der alten Bundesrepublik - galt das Siebengebirge offiziell als das nördlichste anerkannte Weinbaugebiet Deutschlands. Seither greift zwar nicht mehr dieser Superlativ, aber es bleibt eine lange Weinbau-Tradition. Gezeigt werden zwei Keltern aus dem 19. Jahrhundert, typische Werkzeuge, Teile einer "Küfer"-Werkstatt und - ein Museumsweinberg! 

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Romantisches Heisterbach

Die 'Sammlung Stiftung Abtei Heisterbach' ist die bedeutendste Sammlung von künstlerischen Arbeiten zu diesem speziellen Thema. Dank der Initiative des Geschäftsführers der Stiftung, Herrn Pfarrer Georg Kalckert, wurde sie in den vergangenen Jahren systematisch auf- und ausgebaut. Die im Rahmen des Projektes "Rheinreise 2002" zum Jahr der Rheinromantik neu eingerichtete Ausstellungsabteilung zeigt eine Auswahl der wichtigsten Objekte dieser Sammlung und dokumentiert damit die enorme Popularität und den Werdegang der ehemaligen Abtei im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

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Eduard-Rhein-Zimmer


Foto links:
Eduard Rhein im Alter von fast 92 Jahren,
bei seinem letzten öffentlichen Auftritt auf dem Petersberg 1992.
 

 

Eduard Rhein (1900 - 1993) war gebürtiger Königswinterer. Sein Leben war geprägt von großen Erfolgen, die er seiner Fähigkeit verdankte, jeweils zeittypische technische und publizistische Bedürfnisse rechtzeitig zu erkennen. Als Techniker mit schriftstellerischen Neigungen betrieb er in den dreißiger Jahre die Popularisierung von Rundfunk und Fernsehen (z.B. mit seinem Bestseller "Du und die Elektrizität"). Das Patent für ein Produktionsverfahren für Schallplatten ("Rheinsches Füllschriftverfahren") und die Entwicklung der Rundfunkzeitschrift "Hör Zu" rundeten seinen Erfolg in der Nachkriegszeit ab. Daneben betätigte er sich als Romanautor ("Ein Herz spielt falsch" und viele andere) und entwickelte mit dem "Hör Zu"-Maskottchen "Mecki" eine Symbolfigur der fünfziger Jahre. Zwei Stiftungen rief er ins Leben: Die bundesweite "Eduard-Rhein-Stiftung" vergibt jährliche Technologiepreise, die Königswinterer "Professor-Rhein-Stiftung" fördert Kunst, Kultur und naturwissenschaftliche Talente in seiner Heimatstadt. Das Siebengebirgsmuseum verdankt ihm die Erweiterung um zwei Nachbarhäuser im Jahr 1994. 

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