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27. November 2014 - 26. April 2015

"Sind Briten hier?"

Engländer am Rhein

Mit Werken der Sammlung RheinRomantik

 

 

 

 

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Unbekannter Künstler, Blick von Rolandseck zum Drachenfels, 1824;
Sammlung RheinRomantik


"Sind Briten hier? Sie reisen sonst so viel,
Schlachtfeldern nachzuspüren, Wasserfällen,
Gestürzten Mauern, klassisch-dumpfen Stellen;
Das wäre hier für sie ein würdig Ziel."

So lässt Goethe seinen Mephistopheles in Faust II fragen. Er griff damit 1825 ein fast schon sprichwörtliches Bild der reisenden Engländer auf, die bereits seit dem Ende des 18. Jahrhunderts den Rhein intensiv besuchten.

Englische Künstler zählen bis heute zu den eigentlichen Entdeckern der landschaftlichen Schönheiten des Rheins, sie gehörten schon Ende des 18. Jahrhunderts zu den regelmäßigen Besuchern des Rheintals. Bereits ein Jahr nach der Schlacht von Waterloo (1815) fuhr das erste Mal ein Dampfschiff von London nach Köln, im gleichen Jahr, 1816, reiste auch der englische Dichter Lord Byron an den Rhein und besang den Drachenfels. Sein Gedicht vom „Castle’d Crag of Drachenfels“ regte zahllose englische Touristen an, den Rhein zwischen Köln und Mainz zu besuchen. Zahlreiche Künstler folgten, Mitte der 1830er Jahre wurden bei den jährlichen Ausstellungen der Royal Academy in London mehr als 35 Gemälde mit rheinischen Motiven gezeigt.

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David Roberts, Der gotische Turm in Eltville, 1834.
Sammlung RheinRomantik


Die Ausstellung spürt diesem Phänomen anhand zahlreicher Gemälde, Skizzen und Aquarelle nach; ergänzt wird die Ausstellung durch englische Reisehandbücher und Berichte englischer Autoren.
 

Die Sammlung RheinRomantik

Mit der jetzigen Präsentation wird eine neue Auswahl von Werken der privaten Sammlung RheinRomantik vorgestellt, die mit rund 500 Werken heute eine der wichtigsten deutschen Sammlungen zur Entwicklung der Malerei im Rheinland im 19. Jahrhundert ist. Die Auswahl der im Siebengebirgsmuseum gezeigten Landschaftsbilder wechselt in der Regel zweimal jährlich und behandelt jeweils ausgewählte Themen zur rheinischen Kulturlandschaft.

Termine:
 

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George Clarkson Stanfield, Kloster Arnstein an der Lahn, 1864.
Sammlung RheinRomantik

 



 

Ausstellungseröffnung:
Mi., 26. November, 18.30 Uhr

"Kostproben" (1 Thema, 1 Wein, 1 Stunde), mittwochs, 18-19 Uhr:

14. Januar: Die frühen Engländer am Rhein - Turner, Roberts und Stanfield;
4. Februar: Lord Byron und der Drachenfels;
25. März: Das Bild des Rheins in der englischen Malerei des 19. Jahrhunderts;
22. April: Finissage der Ausstellung.

Kostenbeitrag: 7,- Euro, keine Anmeldung erforderlich.

 

 

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19. November 2014 - 25. Januar 2015

Rheinland - Realität und Mythos

Fotografien von Klaus Weidner

 

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Die intensive Beschäftigung mit der rheinischen Landschaft steht im Zentrum der Arbeit des Fotografen Klaus Weidner. Den Einstieg in dieses Arbeitsfeld bildete eine Auseinandersetzung mit Arbeiten von August Sander und die „Refotografie“ einiger seiner Landschaftsmotive.

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Aus diesem Kontext heraus rückten zunehmend Veränderungsprozesse in den Fokus dokumentarischer Aufnahmen – so etwa die Einflüsse industrieller Entwicklungen. Radikale Umbrüche wie der Braunkohletagebau standen dabei genauso für das „Ende von Tradition und Geschichte“ wie auch für den „Anfang von etwas ganz Neuem“.

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Einen weiteren Schwerpunkt der Beobachtung bilden Naturfotografien in Farbe. Etwa am Rhein unterhalb von Rolandseck oder bei der Burg Are im Ahrtal greifen sie traditionelle Perspektiven der Düsseldorfer Malerschule auf, bedienen sich aber gleichzeitig einer modernen, zeitgenössischen Bildsprache.

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Klaus Weidner , geboren in Hannover, aufgewachsen in Bonn, lebt und arbeitet im Rheinland. Studium der Malerei und Fotografie mit Abschluss als Meisterschüler bei Prof. Karl Marx und Prof. Arno Jansen in Köln.

Projekte u.a.: Refotografien August Sander – „50 km im Umkreis, ein unbekanntes Land“ – Dokumentation Inden (Braunkohleabbau) – Künstlerische Architekturfotos (Kunstmuseum Bonn, The Gherkin London) – „Steinzeit“ (Vulkanprojekt Osteifel) – „Eine verborgene Welt“ (Luxemburg) – L-AX Project, Streetview of Los Angeles (Fotobuchmuseum Köln).

Termine:

 
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Ausstellungseröffnung:
Di., 18. November, 18.00 Uhr

"Kostproben" (1 Thema, 1 Wein, 1 Stunde), mittwochs, 18-19 Uhr:
am 3. Dezember und 21. Januar (Finissage)
Kostenbeitrag: 7,- Euro, keine Anmeldung erforderlich.

Offene Führungen, sonntags, 14 Uhr:
am 30. November, 14. Dezember und 4. Januar.

 

 

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4. September 2011 - 30. April 2012

200 Jahre Rheinlandschaft

Sammlung RheinRomantik, Auswahl I

 

 
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Georg Schneider, Blick auf Bingen, um 1800.
Sammlung RheinRomantik

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Jan Schüler, Sommerabend am Rhein, 2006.
Sammlung RheinRomantik

In der Galerie der Abteilung Rheinromantik werden in der Eröffnungsausstellung drei Themen der Rheinlandschaft behandelt:

 

Rheinlandschaften seit dem 18. Jahrhundert

Gezeigt wird ein Querschnitt durch die Geschichte der Malerei, die sich besonders auch in der Entwicklung der Rheinlandschaften spiegelt. Vor Beginn der Romantik überwogen noch sachlich-informative Ansichten, die sich nach 1800 ändert. Jetzt beginnt eine gefühlsbetonte Sichtweise, die zu einer wachsenden Dramatisierung führt. Ab ca. 1820 besuchen zahlreiche in- und ausländische Künstler den Rhein. In ihren Bildern spiegeln sich Realität und Idealisierung.

Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Rhein setzt sich durch das 20. Jahrhundert bis in unser Jahrhundert fort.

 


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Harmen van der Wyck, Burg Aare bei Altenahr, 1820-24.
Sammlung RheinRomantik

Veränderungen der Landschaft

Landschaftsbilder früherer Epochen können eine Vielzahl von Informationen liefern. Sie erlauben dem heutigen Betrachter Einblick in die Vergangenheit der Kulturlandschaft. So lassen sich Veränderungen in der Bebauung und die Zersiedelung der Landschaft ebenso aufzeigen wie moderne Straßenführung, Felderwirtschaft oder Flussuferverläufe.

Am Beispiel von Ansichten des Ahrtals werden diese Veränderungen exemplarisch aufgezeigt.



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Johann Jacob Diezler, Blick auf Nonnenwerth und das Siebengebirge, 1829.
Sammlung RheinRomantik


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Carlo Mense, Blick von den Remagener Bergen auf Unkel und den Drachenfels, um 1950.
Sammlung RheinRomantik

 

Tradierte Blickpunkte

Künstler orientierten sich häufig in ihrer Motivauswahl an bereits vorhandenen Darstellungen. Der Vergleich dieser oft wiederholten, also tradierten Blickpunkten hingen meist von Aussichts- oder Ruhepunkten entlang einer Straße ab – ihr Vergleich über einen größeren Zeitraum kann dem Betrachter heute kulturlandschaftlich wertvolle Hinweise liefern.

Der am häufigsten gezeigte Blick auf den Rhein gilt dem Drachenfels. Die Kombination von Berg, Burg, Fluss und Insel deckt sich besonders mit unseren Vorstellungen einer romantischen Landschaft.


 

 


 

 
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4. September - 9. November 2014

Rheinromantik Heute

Fünf Künstler auf der Suche

Ulrike Hansen, Helene Ramershoven,
Andreas Rein, Kurt Roessler, Ilse Wegmann

 

 
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Die fünf Künstlerinnen und Künstler nehmen Bezug auf ihre unmittelbare Umgebung: den Rhein und das Siebengebirge. Sie knüpfen dabei an den Themenschwerpunkt des Siebengebirgsmuseums und die Werke der „Sammlung RheinRomantik“ an, in denen sie Zeugnisse beinahe „heiler“ romantischer Bildlandschaften sehen.

Abb. links: Ulrike Hansen, Honnefer Fähre

 
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„Das 19. Jahrhundert entdeckte das Rheinland als Begriff des so oft beschworenen heiligen Schauers und süßen Entzückens.“
(Karl-Heinz Stader)

Abb. links: Ilse Wegmann, ROBO

 
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Neben vielen mythischen und emotionalen Bezügen finden sich unter den historischen Werken Landschaftsbilder, in denen die romantische Idylle getrübt erscheint, indem etwa Spuren der Industrialisierung erkennbar werden. Derartige Präsenz des Alltagslebens und landschaftlichen Wandels legt es nahe, dass sich auch zeitgenössische Künstler mit aktueller „Rheinromantik“ beschäftigen – als Ausdruck einer vielleicht privilegierten Region, in der die Künstler beheimatet und von der sie auch geprägt sind.

Abb. links: Kurt Roessler, Siebengebirge mit Apollinaire-Text

 
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Im Gegensatz zu den historischen Werken etwa der „Düsseldorfer Malerschule“ entfernen sich die neuen Arbeiten weiter von der natürlichen Darstellung und zeigen einen hohen Grad an Abstraktion. Die mediale Vielfalt in der zeitgenössichen Kunst ist wie dafür geschaffen, Beobachtungen, Erfahrungen oder Utopien über unsere Heimat auf ganz individuelle Art zum Ausdruck zu bringen.

Abb. links: Helene Ramershoven, Rheinwellen

Termine:

 

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Andreas Rein, Lese

Ausstellungseröffnung:
Mi., 3. September, 18.30 Uhr

"Kostproben" (1 Thema, 1 Wein, 1 Stunde), mittwochs, 18-19 Uhr:
17.9.: "Lyrische Landschaft", mit Kurt Roessler.
15.10.: Künstlergespräch.
Kostenbeitrag: 7,- Euro, keine Anmeldung erforderlich.

Offene Führungen, sonntags, 14 Uhr:
am 14. und 28. September, 12. und 26. Oktober sowie 9. November.

 

 

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 4. Juli – 24. August 2014

 K.O. Goetz - Retrospektive zum 100.

 Werke aus der Sammlung Hennemann

 

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Karl Otto Götz (geb. 1914 in Aachen) ist einer der einflussreichsten zeitgenössischen deutschen Maler. In den 1950er Jahren gehörte er zu den Künstlern, die mit der Malerei des Informel die deutsche Kunst wieder in das Blickfeld der internationalen Moderne rückten.

Dezember 1953 / II; Mischtechnik / Leinwand, 73 x 92 cm;Sammlung Hennemann


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Der Künstler entwickelte eine neuartige, unverwechselbare Maltechnik mit Pinsel und Rakel (einer Art Gummispachtel), um in wenigen Sekunden mit schwungvollen Pinselstrichen kontraststarke Bilder auf einen noch feuchten Bildträger zu «schreiben», die sich jeglicher Dreidimensionaliät – und auch eindeutiger Interpretierbarkeit – entziehen.

Mare, 1973; Mischtechnik / Leinwand, 145 x 175; Sammlung Hennemann

 

 

 

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Als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie (1959 – 1979) prägte er viele bedeutende Künstlerinnen und Künstler, wie z. B. Gotthard Graubner, Sigmar Polke und Gerhard Richter. Seit 1975 sind die Werke von K. O. Götz fester Bestandteil im Programm der Galerie von Marianne Hennemann (ehemals Bonn, jetzt Königswinter), der es in jahrzehntelanger Sammeltätigkeit gelungen ist, eine repräsentative Auswahl aus dem Gesamtschaffen des heute hundertjährigen Künstlers zusammenzutragen.

Giverny, 1986; Lithographie, übermalt, 60,5 x 79 cm; Sammlung Hennemann

 

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem
Atelier Meerkatze, Königswinter, und der
Gruppe Kultur der Lokalen Agenda 21 Königswinter

 

 Termine:

 

 

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Ohne Titel, 1957;
Gouache, 65 x 50 cm;

Sammlung Hennemann

Ausstellungseröffnung:
Do., 3. Juli, 18.30 Uhr

"Kostproben" (1 Thema, 1 Wein, 1 Stunde),
mittwochs, 16. Juli und 6. August, 18-19 Uhr:
Führungen mit Marianne Hennemann
Kostenbeitrag: 7,- Euro, keine Anmeldung erforderlich.

Samstag, 23. August, 19 Uhr, Ausstellungseröffnung
im Atelier Meerkatze (Meerkatzstr. 2, Königswinter):
"Karl Otto Götz - Lithografien"

Sonntag, 24. August, 17 Uhr,
im Rahmen der "Kunsttage Königswinter" (21.-25. August 2014):
Finissage im Siebengebirgsmuseum