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Mi, 11. März 2026, 18 Uhr

Kostprobe (1 Thema – 1 Wein – 1 Stunde)

"Ob Siege oder Niederlagen, immer gilt es neu zu wagen."
Motorradrennen im Siebengebirge

In seinem Vortrag widmet sich Thomas von der Bey der Erfindung der Motorfahrzeuge vor rund 140 Jahren und deren Weiterentwicklung im Kontext der ersten Motorsportveranstaltungen um die Jahrhundertwende. Er dokumentiert zudem ausführlich die Geschichte des legendären Motorradrennens „Goldener Kranz vom Siebengebirge“. Im Blickpunkt stehen dabei auch dessen „Macher“ Paul Jockel und die drei lokalen Motorsportgrößen: Paul Ried aus Königswinter, Gert von Woedke aus Honnef und Hein Thorn Prikker aus Godesberg.

Thomas von der Bey wurde 1962 in eine „Motorradfamilie“ hineingeboren, die Motorradwerkstatt seines Großvaters August Wurring (AWD) war sein Abenteuerspielplatz und die dort ein- und ausgehenden Motorradrennfahrer wurden die Idole seiner Jugend. Seit dem Erwerb des Führerscheins ist Thomas von der Bey im Oldtimerrennsport aktiv. In der ehemaligen Werkstatt seines Großvaters in Ratingen betreibt er zusammen mit seiner Familie und Freunden ein Motorradmuseum.

In der Veranstaltungsreihe "Kostprobe" wird ein Thema vorgestellt: An einen kurzen Vortrag schließt sich der Besuch der entsprechenden Ausstellungsbereiche an. Dazu gibt es die Gelegenheit, einen Wein aus der Region zu kosten.

Kostenbeitrag: 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro
Dauer: ca. 1 Stunde

 

So, 1. März 2026, 17 Uhr

Kuratorenführung

Rasant durch Siebengebirge. Mobilität und Verkehr rund um den Drachenfels

Die Bevölkerung des Siebengebirges ist von jeher auf funktionierende Verbindungen zwischen Berg und Tal und zwischen den einzelnen Orten angewiesen. Mitte des 19. Jahrhunderts hielten mit fortschreitender Technisierung des Alltags und größeren Infrastrukturmaßnahmen auch in der Region moderne Verkehrsmittel Einzug.

In ihrer Führung thematisiert die Ausstellungskuratorin Katrin Heitmann Geschichten rund um das Thema Mobilität aus 100 Jahren Verkehrsgeschichte. Dazu gehören beispielsweise Unternehmen, die sich im Zuge der Motorisierung in der Region ansiedelten. Fahrrad- und Motorradrennen oder rasante Schlittenfahrten zeigen, dass auch im Freizeitbereich Geschwindigkeit eine große Rolle spielt. Die Beschleunigung des Alltags brachte aber auch immer Probleme – beispielsweise Konflikte mit dem Naturschutz oder die Konfrontation verschiedener Verkehrsbeteiligter miteinander. 

Kostenbeitrag: 7 Euro, ermäßigt: 5,50 Euro
Dauer: ca. 1 Stunde

 

Di, 24. Februar 2026, 19 Uhr

Vortrag

Moderne im Dorf – Architektur der Planungsgruppe Stieldorf im Stadtgebiet von Königswinter

Kooperationsveranstaltung mit dem Ortskuratorium Bonn/Rhein-Sieg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD)

Das Ortskuratorium Bonn/Rhein-Sieg unter der Leitung von Bernd-Michael Vangerow lädt herzlich zu einem Vortrag von Leonie Heeger, Mitarbeiterin der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Königswinter, ein. Im Fokus steht das Schaffen der sog. Planungsgruppe Stieldorf, die nicht nur in der früheren Bundeshauptstadt Bonn, sondern auch im namensgebenden Stieldorf, einem Stadtteil von Königswinter, unübersehbare architektonische Impulse gesetzt hat.

Die Planungsgruppe Stieldorf gehört zu den bedeutendsten Architekturbüros der Bonner Republik. Außer den Großbauplanungen im Bonner Parlaments- und Regierungsviertel wurden auch anspruchsvolle Wohn- und Bürogebäude, Gemeindezentren, kirchliche Bauten sowie Gewerbebau und Kommunalverwaltungen bearbeitet. Weniger bekannt sind jedoch die Projekte, die sie in Königswinter realisierten, wie zum Beispiel die ehemalige Volksbank (1965–1968) in der Raiffeisenstraße oder der Erweiterungsbau des einstigen Ateliergebäudes der Planungsgruppe in Stieldorf. Dort treffen moderne, funktional geprägte Wohn- und Geschäftsgebäude auf einen dörflichen Kontext.

Derzeit arbeiten die Inventarisation im LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR) und die Untere Denkmalbehörde der Stadt Königswinter daran, das architektonische Werk der Planungsgruppe Stieldorf zu erfassen und auf ihren Denkmalwert zu prüfen. Im Vortrag werden erste Ergebnisse dieser Erhebung vorgestellt. Im Fokus stehen typische Gestaltungs- und Konstruktionsprinzipien der Planungsgruppe, ihre architekturhistorische Verortung sowie denkmalpflegerische Fragestellungen. 

Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird gebeten.

 

So, 22. Februar 2026, 11 Uhr

Führung durch die Dauerausstellung

Das Siebengebirgsmuseum: Landschaft – Geschichte – Rheinromantik

Die Entstehung der Landschaft, der Steinabbau, der Tourismus und die Geschichten der Menschen aus dem Siebengebirge sind die Themen, die in einer kurzweiligen Führung durch die Dauerausstellung vorgestellt werden. Besondere Highlights sind das Modell eines riesigen Holländerfloßes und die romantischen Bilder vom Rhein.

Kostenbeitrag: 7 Euro (inkl. Eintritt; ermäßigt: 5,50 Euro)
Dauer: ca. 1 Stunde

 

Mi, 11. Februar 2026, 18 Uhr

Kostprobe (1 Thema – 1 Wein – 1 Stunde)

1901: Normannische Gräfin und Pariser Dichter kurven durchs Siebengebirge, vis-a-vis im offenen Auto

Vortrag von Prof. Kurt Roessler

Im August 1901 reiste Elinor Vicomtesse de Milhau in einem Erbschaftsfall aus Paris ins Siebengebirge. Als Eleonor Hölterhoff aus einer Familie des rheinischen Großbürgertums war sie mit einem Grafen aus der Normandie verheiratet. Die lebhafte und wagemutige 36-Jährige, gerade Witwe geworden, kaufte sich eine Voiturette Vis-à-vis von de Dion-Bouton, einen weltweit erstmals serienmäßig hergestellten Personenkraftwagen der damals führenden Motorenfabrik in Paris. Ihr Reisebegleiter und Wagenknecht fürs Grobe war der 21-jährige Hauslehrer ihrer Tochter Gabrielle, Wilhelm de Kostrowitzky, der spätere Dichter Guillaume Apollinaire.

In seinem Vortrag widmet sich Professor Kurt Roessler dieser damals für eine Frau von Stand noch ungewöhnlichen und überaus sportlichen Acht-Tage-Fahrt über Reims, Luxemburg, Trier und Koblenz und thematisiert auch weitere Fahrten zwischen 1901 und 1902 am Rhein, die sich durch Apollinaires Tagebuchnotizen und literarische Werke nachzeichnen lassen. Sie belegen auch die besondere Rolle der Gräfin für die Wende des Dichters vom Symbolismus zur Moderne. Zugleich berührt der Vortrag ein interessantes Kapitel in der Kultur- und Industriegeschichte des Siebengebirges zur Zeit der frühen Motorisierung um 1900.

Der emeritierte Astrophysikchemiker Prof. Kurt Roessler, 1939 in Köln geboren, beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit literaturgeschichtlichen Themen, insbesondere mit Guillaume Apollinaire und Ferdinand Freiligrath sowie der rheinischen Spätromantik. Er ist Gründer des Rheinischen Freundeskreises Guillaume Apollinaire und des Freiligrath-Arbeitskreises sowie seit 1986 Vorstandsmitglied der Internationalen Apollinaire-Gesellschaft.

In der Veranstaltungsreihe "Kostprobe" wird ein Thema vorgestellt: An einen kurzen Vortrag schließt sich der Besuch der entsprechenden Ausstellungsbereiche an. Dazu gibt es die Gelegenheit, einen Wein aus der Region zu kosten.

Kostenbeitrag: 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro
Dauer: ca. 1 Stunde