Blick auf das Siebengebirge
Blick auf das Siebengebirge. Foto: Axel Thünker DGPh
Fassade unseres Museums
Fassade unseres Museums
Das Siebengebirgsmuseum
Fotos: Jan Rothstein / Ralf Klodt
Steinmetzwerkzeuge in der Dauerausstellung
Steinmetzwerkzeuge in der Dauerausstellung. Foto: Mark Wohlrab

Geschichte

Die eigene Geschichte

Im Sommer 1925 feierten viele rheinische Städte - so auch Königswinter und Honnef - die “tausendjährige Zugehörigkeit der Rheinlande zum Deutschen Reiche”. Der Zweck dieser Veranstaltung war eine politische Demonstration nationaler Gesinnung. Die Organisation übernahm in Königswinter ein Festausschuss, aus dem der spätere Heimatverein hervorging. Zu seinen wichtigsten Anliegen gehörte die Gründung einer heimatgeschichtlichen Sammlung und damit eines Museums.

1934 bezog das Museum das Barockhaus zwischen Keller- und Klotzstraße. Ein Chronogramm über dem Eingang verweist auf das Jahr der Errichtung des Gebäudes: Die Summe der Buchstaben, die zugleich römische Ziffern sind (hier hervorgehoben), ergibt die Jahreszahl 1732.

Erbauer des Hauses war der Steinmetzunternehmer Johann Peter Meurer, der einer der wohlhabendsten und einflussreichsten Königswinterer Familien angehörte. Als Baumaterial für die Fassaden dient Wolkenburger Stein. Die Ausgestaltung der Schauseite zur Kellerstraße hin war für jene Zeit ungewöhnlich, da die engräumige mittelalterliche Bebauung hier erst durchbrochen werden musste.

Die ständig wachsende Sammlung eröffnete immer wieder Möglichkeiten zur Neugestaltung. Im Zweiten Weltkrieg musste das Museum geschlossen werden; in den Nachkriegsjahren diente es Bombengeschädigten als Notunterkunft. 1956 wurde es wieder eröffnet. Nach 1977 übernahm die Stadt Königswinter eine grundlegende Neugestaltung und schließlich die Trägerschaft. Sie wurde hierbei unterstützt vom Rheinischen Museumsamt des Landschaftsverbandes Rheinland. Der Heimatverein Siebengebirge blieb Eigentümer der Sammlung.

1980 entstand - mit Unterstützung aus Kreis- und Landesmitteln - ein moderner Erweiterungsbau. 1984 wurde das Museum neu eröffnet. Dank einer Spende des Königswinterer Ehrenbürgers Eduard Rhein und Zuschüssen aus Landesmitteln konnte das Museum 1994 erneut um zwei Nachbarhäuser erweitert werden.

Im Rahmen des Strukturförderprogramms „Regionale 2010“ wurde das Museum 2011 komplett renoviert. In einer Bau- und Einrichtungszeit von 20 Monaten wurde es durch einen großzügigen Anbau erweitert. Eine neue Dauerausstellung, ein neues Foyer, eine Terrasse über den Dächern der Stadt und mit Blick auf den Drachenfels sowie ein Backhaus mit einem historischen „Königswinterer Ofen“ kamen hinzu. Das Museum besteht seitdem aus drei unterschiedlichen Ausstellungsbereichen: Neben der Dauerausstellung gibt es die Galerie Rheinromantik sowie einen Bereich für Sonderausstellungen. Mit der Neueröffnung 2011 begann zugleich eine Kooperation mit der privaten Sammlung RheinRomantik