home-12kb

EW-13
Foto: Jan Rothstein /
Regionale 2010
 
 
EW-11-k
Foto: Jan Rothstein /
Regionale 2010



Das neue Siebengebirgsmuseum mit der Sammlung RheinRomantik

 
Neu eröffnet seit dem 3. September 2011

 

Königswinter, der Drachenfels und das Siebengebirge – diese klangvollen Namen stehen für Höhepunkte des Landschaftserlebnisses  am Rhein. Das erweiterte Museum stellt diese Rheinlandschaft in den Mittelpunkt. Ihre Prägung durch historische Ereignisse und wirtschaftliche Einflüsse wird über eine moderne Präsentation veranschaulicht. Ihre künstlerische Umsetzung spiegelt sich in Kunst und Literatur. Eine besondere Facette stellt die Entwicklung des Rheintourismus zwischen Kunst und Kommerz dar.

Nach einer Bau- und Einrichtungszeit von 20 Monaten im Rahmen der Regionale 2010 ist vieles neu: ein zentraler Neubau, die neue Dauerausstellung, eine Terrasse über den Dächern der Stadt und ein Backhaus mit historischem „Königswinterer Ofen“. Dazu zählt auch ein neues Foyer, in dem Stifter gewürdigt werden und der Besucher von ersten Landschaftsimpressionen begrüßt wird. Dieser Raum wird künftig auch für Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Mit der Neueröffnung beginnt zugleich eine Kooperation mit der privaten Sammlung RheinRomantik. Wichtige Werke der künstlerischen Landschaftsrezeption schildern die internationale Wahrnehmung der Rheinlandschaft in den letzten zwei Jahrhunderten.

 


 
 
 
Galerie
Foto: Ralf Klodt
 
 
 
 
 
 

Rheinromantik Traum und Wirklichkeit

Rheinromantik ist ein Phänomen, in dem eine gesamte Kulturlandschaft auf einzigartige Weise in Kunst, Musik, Literatur und Politik gespiegelt wird. Das Mittelrheintal mit seinen Burgen und Ruinen entsprach der romantischen Idee einer fernen, idealisierten Zeit. Mit Ernst Moritz Arndt wurde der Rhein politisch. Die zunehmende Historisierung der Landschaft wurde auch im Wiederaufbau der Rheinburgen deutlich.

Die Ausstellung nähert sich dieser Erscheinung auf unterschiedliche Weise: Im Atelier erklärt eine interaktive Medienstation die Vielschichtigkeit von Landschaftsbildern; illustrierte Bücher und eine Hörstation spiegeln die literarische Seite der Romantik. In der Galerie zeigen ausgewählte Gemälde der Sammlung RheinRomantik, wie 200 Jahre europäische Landschaftsmalerei durch die Romantik geprägt wurden.


 
 
Schirmer, Burg
J.W. Schirmer: Eifelburg, 1832;
Sammlung RheinRomantik

Die Sammlung RheinRomantik 

Mit rund 500 Kunstwerken ist die private Sammlung RheinRomantik ist eine der wichtigsten deutschen Sammlungen zur Entwicklung der Malerei im Rheinland im 19. Jahrhundert. Die Sammlung konzentruert sich auf die Düsseldorfer Malerschule, auf englische Aquarelle und frühe Koblenzer Künstler. In Kooperation mit dem Siebengebirgsmuseum wer4den künftig regelmäßig Teile der Sammlung RheinRomantik zu ausgewählten Themen der rheinischen Kulturlandschaft gezeigt.

Begleitend zur Neueröffnung des Siebengebirgsmuseums erscheint der neue Bildband der Sammlung: Der Rhein – Strom der Romantik. In mehr als 100 Gemälden wird die rheinische Kulturlandschaft von Düsseldorf bis Frankfurt vorgestellt (29,90€).


 
 
 
Ressourcen 
Foto: Ralf Klodt

Ressourcen Die Nutzung der Landschaft

Der wichtigste Rohstoff des Siebengebirges war viele Jahrhunderte lang sein Gestein. Es wurde seit römischer Zeit hier abgebaut und weit gehandelt. Der dadurch im 19. Jahrhundert drohende Verlust ganzer Berggipfel ließ hier aber auch die Idee des Landschaftsschutzes entstehen.

Die neue Ausstellung gibt Einblick in den Arbeitsalltag der Steinhauer. Besonderes Augenmerk gilt denjenigen, die sich auf den Bau von Backöfen spezialisierten und ihre Steine – einzigartig in der weiten Umgebung – in unterirdischen Steinbrüchen gewannen. Für den Transport von Gütern bot der Rhein beste Vorraussetzungen. Ein faszinierendes Beispiel liefern die riesigen Holzflöße des 17. und 18. Jahrhunderts.
 


 
 
Spurensuche
Foto: Ralf Klodt

Spurensuche – Geschichte in der Landschaft

Viele Plätze des Siebengebirges bergen Erinnerungen an besondere Ereignisse. Geschichte wird nicht nur durch zahllose Geschichten lebendig, sondern auch durch die Verknüpfung mit ihren Schauplätzen. Ob es die bis heute als Ruinen überdauernden Burgen oder auch berühmte Orte wie der Petersberg sind – sie alle prägen das Profil der Region. Große politische Ereignisse haben den Alltag der Menschen und ihre Umgebung ebenso verändert wie soziale oder religiöse Bewegungen.

In einem begehbaren Archiv sind zahlreiche Fundstücke und ihre individuelle Geschichte zu entdecken. Eine Medienstation verdeutlicht den Bezug zwischen vielen Objekten und der Landschaft.
  

 

 
 
Souvenirs
Foto: Jan Rothstein /
Regionale 2010

 
 
Senf-, Salz-, Pfeffer-Gondel
Rheinreise – Tourismus im 19. und 20. Jahrhundert
 
Reisende aus Nah und Fern zieht es ins Siebengebirge – und das schon seit 200 Jahren. Anfangs konnten sich nur der Adel und begüterte Bürger eine Rheinreise leisten. Für ihre Bildungsreisen war die landschaftliche Schönheit des Rheintals mit ihren mittelalterlichen Burgen und Ruinen ein ideales Reiseziel. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde das Reisen dann für jedermann erschwinglich, der Wohlstand stieg, moderne Verkehrsmittel wie Dampfschiff und Eisenbahn sorgten für Mobilität. Zum internationalen Publikum gesellten sich immer mehr Vergnügungstouristen aus der näheren Umgebung. Für alle war im Siebengebirge gesorgt: mit Nobelhotels und Einkehrhäusern, mit Wanderwegen und Kutschfahrten, mit Unterhaltungsautomaten und Souvenirs für jeden Geldbeutel.
 
Die neue Ausstellung nimmt den Besucher mit auf eine Reise. Hier erfährt er, was ein Reisender im 19. Jahrhundert in seinen Koffer packt, wie er unterwegs ist und wo er logiert. Damals moderne Verkehrsmittel wie ein Dampfschiff kann man ebenso bewundern wie den bis heute populären Eselritt auf den Drachenfels. In einer ‚Hotellobby’ der Ausstellung erzählt ein virtueller Gast Wissenswertes zum Wandel des Stadtbildes. Auch für Unterhaltung ist gesorgt: Der Besucher kann die Arbeit eines Schnellfotografen kennenlernen, in einer Ladentheke kunstvolle und kuriose Souvenirs bestaunen oder beschwingte Unterhaltungsmusik hören.
 

Rückblick: Zur Planung der Neueinrichtung.


Stadt Königswinter Ein Projekt der  Stadt Königswinter
 
 
in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Familie Lemmerz, Königswinter
und dem Heimatverein Siebengebirge e.V., Königswinter
 
 
 logo_regionale  
im Rahmen der  Regionale 2010
 


 
Förderer:
 
Stiftung der Familie Lemmerz, Königswinter
Professor-Rhein-Stiftung, Königswinter
 
NRWE-Stiftung Nordrhein-Westfalen-Stiftung 
Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege
 
Landschaftsverband Rheinland  
Landschaftsverband Rheinland
 
 
Land Nordrhein-Westfalen  
Land Nordrhein-Westfalen
 
 

 
Partner:

 
Sammlung RheinRomantik  
 
Sammlung RheinRomantik, Bonn
 

 
 



Siebengebirgsmuseum