Bilder einer Kriegsgefangenschaft
- Spuren von Kriegsgefangenen.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit
dem Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück.
Der aus Posen gebürtige Alfred Retzlaff
(1911 - 1995) fertigte während seiner Kriegsgefangenschaft 1946/47
in Rußland zahllose Zeichnungen an. Auf winzigen Papieren hielt er
in einfachen Bleistiftskizzen Alltagssituationen fest, die noch heute einen
realistischen Einblick in die vielfache Not des Lagerlebens und die Überlebensstrategien
der Gefangenen vermitteln. Die Auswahl dieser eindrucksvollen Zeichnungen
wurde vom Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück zusammengestellt
und ist bereits in verschiedenen deutschen Museen gezeigt worden.
Die Bilder Alfred Retzlaffs stehen stellvertretend
für die vielen Gefangenenlager der verschiedenen Kriegsparteien des
Zweiten Weltkriegs. Sie können als Mahnung verstanden werden und die
unmenschlichen Lebensbedingungen bewußt werden lassen, die in zahllosen
Lagern der aktuellen Kriegsgebiete auch heute herrschen.
Für die Präsentation in Königswinter
werden die Bilder ergänzt um Objekte und Originaldokumente aus den
Sammlungen des Verbandes der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermißtenangehörigen
Deutschlands sowie des Bonner Hauses der Geschichte der Bundesrepublik
Deutschland. Private Leihgaben von ehemaligen Betroffenen aus dem Raum
Siebengebirge ergänzen die Dokumentation und lassen die Aktualität
des Themas auch unter dem Gesichtspunkt des regionalen Bezugs deutlich
werden.
Zur Thema der Ausstellung ist ein Katalog
erschienen:
Ernst-Helmut Segschneider, Leben im Schatten
des Todes - Alfred Retzlaffs Bilder einer Kriegsgefangenschaft in Rußland;
Rasch Verlag, Bramsche; 264 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 25,- DM.
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