Aktuell: Ausstellung im Siebengebirgsmuseum verlängert!

Die Ausstellung wurde bis zum 20. September 2009 verlängert. Das aktuelle Programm finden Sie hier. Wir würden uns freuen Sie im Siebengebirgsmuseum begrüßen zu dürfen.

Eine Ausstellung an 3 Orten

In Königswinter wird die Rezeptionsgeschichte des Nibelungenstoffes an drei Orten ausgestellt: dem Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter, der Nibelungenhalle des Malers Hermann Hendrich und der historistischen Villa Schloss Drachenburg. Dient das Siebengebirgsmuseum als zentraler Ausstellungsort, kommen der Nibelungenhalle und der Villa Schloss Drachenburg der Rang originärer Rezeptionszeugnisse zu.

Siebengebirgsmuseum

Das Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter verfügt über einen Raum für Sonderausstellungen, in dem der zentrale Teil der Präsentation untergebracht ist. Die im Stile einer Ladenpassage gestaltete Ausstellungsarchitektur gibt dem Besuchenden in ganz unterschiedlichen Perspektiven einen Überblick über die Rezeptionsgeschichte des Nibelungenstoffes, der nicht auf Vollständigkeit, sondern Beispielhaftigkeit hin angelegt ist. Deutlich wird sowohl die Vielfalt als auch die Gebrochenheit der Produktion, Rezeption und Zirkulation mythischer und sagenhafter Motive und Themen. Der Vielfalt der ausgestellten Themen und Rezeptionsformen entspricht das ganz unterschiedlich gelagerte interaktive Medienangebot, das die einzelnen Stationen den Ausstellungsbesuchenden bieten.

Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag-Samstag von 14 - 17 Uhr
Mittwochs von 14 - 19 Uhr
Sonntags von 11 - 17 Uhr

Nibelungenhalle

Im Jahre 1913 wurde die von dem völkischen Maler Hermann Hendrich zur Feier des 100. Geburtstags Richard Wagners und zum Zweck der Ausstellung seiner von Wagner inspirierten großformatigen Gemälde entworfene Nibelungenhalle eröffnet. Diese Halle war eine von insgesamt vier über Deutschland verteilten neogermanischen Bauwerken, zu denen außerdem die Walpurgishalle im Harz, die Halle deutscher Sagenring und die Sagenhalle im Riesengebirge gehören. Im Rahmen der Nibelungenausstellung ist das Inventar der Nibelungenhalle beinahe auf seinen usprünglichen Bestand reduziert. Eine multimediale Installation führt die musikalische Rezeption des Nibelungenstoffes seit Richard Wagner bis in die gegenwärtige Metal-Szene vor. Der angrenzende Reptilienzoo, der die modernen Nachfahren der mythischen Drachen zeigt, ist um einen fiktiven Drachenzoo der die Vorläufer der gegenwärtigen Echsen und Schlangen vorführt, ergänzt.

Öffnungszeiten:
Täglich von 10 - 18 Uhr

Schloss Drachenburg

Die von dem - aus Bonn stammenden - Pariser Bankier Stephan Sarter 1882 in Auftrag gegebene großbürgerliche Villa Schloss Drachenburg hatte bereits eine bewegte Geschichte als Museum, Sommerfrische, katholische Privatschule, Adolf-Hitler-Schule und Eisenbahnschulungszentrum hinter sich, bevor 1971 der Bonner Textilfabrikant Paul Spinat das Anwesen kaufte und nach eigenem Gusto restaurierte. Seit 1986 steht das Gebäude unter Denkmalschutz und ist nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten heute wieder zugänglich. In der Nibelungenausstellung wird v.a. das als Herrenzimmer konzipierte Nibelungenzimmer vorgeführt. Außerdem wird in der angrenzenden ‚Kunsthalle’ die Sammlung des Weimarer Sammlers Andreas Grünwald, der jede Form von Nibelungensouvenirs und Nibelungenpopkultur vom Zinnteller bis zur Hörkassette für Kinder zusammengetragen hat, ausgestellt. Das Ladenkonzept des Siebengebirgsmuseums wird hier wieder aufgenommen: zu sehen sind ein Antiquitätenladen, eine Modeboutique und ein Souvenirgeschäft.

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag von 11 - 18 Uhr