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Vor 2000 Jahren ...

Zur Archäologie der Eisenzeit

- Neues aus der Region -
 

1. Dezember 1999 - 30. April 2000

 

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General-Anzeiger Bonn, 18.12.1998
 
Anlass der Sonderausstellung ist die Vorstellung der rechtsrheinisch südlich von Köln einzigartigen Entdeckung und Erforschung einer eisen-zeitlichen Siedlung. Sie wurde im Rahmen archäologischer Unter-suchungen auf der ICE-Neubaustrecke Köln-Rhein/Main entdeckt und - im Auftrag der DB Projekt GmbH Köln-Rhein/Main - vor der Überbauung ausgegraben. Die Fundstelle bei Stieldorferhohn im Siebengebirge gibt Aufschluß über die Siedlungsgeschichte und vor allem die Sied- lungsweise keltisch geprägter Gruppen in den letzten vorchristlichen Jahrhunderten.
Zeichnung: Friederike Hilscher-Ehlert, Rheinisches Landesmuseum Bonn
Anhand dieser Fundstelle wird die archäologische Feldarbeit erläutert. So lässt etwa die planvolle Aufnahme eher unscheinbarer Boden-verfärbungen vor unseren Augen eisenzeitliche Häuser und Szenen des Alltagslebens wieder entstehen. Im Rahmen der Ausstellung liefern diese Rekonstruktionsversuche sogar das Vorbild für die "Baustelle" eines eisenzeitlichen Pfostenbaus.
Foto: Rheinisches Landesmuseum Bonn
Diese Eindrücke werden vertieft durch die Präsentation von Funden bedeutender rheinischer Fundplätze. An erster Stelle sind dabei sensa-tionelle Holzgegenstände aus Köln-Porz/Lind zu nennen,  die - nach einer längeren Konservierungsprozedur - zum Teil erstmals öffentlich präsentiert werden! Die gezeigten Vergleichsfunde stammen aus Beständen des Rheinischen Landesmuseums Bonn des Landschafts- verbandes Rheinland. 
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Die Realisierung der Ausstellung wurde ermöglicht durch finanzielle Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand – Neubaustrecke Köln-Rhein/Main (Los A), der Arbeitsgemeinschaft Bauüberwachung Neubaustrecke Köln-Rhein/Main (Los A) und der Professor-Rhein-Stiftung, Königswinter.
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Zur Ausstellung ist eine begleitende Publikation erschienen 
(60 Seiten, zahlreiche, zum großen Teil farbige Abbildungen; Buchhandel: 24,- DM, im Museum: 21,- DM).
ISBN: 3-931509-94-X.
 

 

Führungen: Jeden 2. und 4. Mittwoch der Monate Dezember bis April, 
jeweils 18 Uhr.  Kostenbeitrag 5,- DM.

(8. und 22. Dezember, 12. und 26. Januar, 
9. und 23. Februar, 8. und 22. März, 12. und 26. April).

Gruppen auch nach Vereinbarung!

Veranstaltungen: im April    -      Info hier
Leihgeber: Landschaftsverband Rheinland:
Rheinisches Landesmuseum Bonn und Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege, Außenstelle Overath.

Universität Köln:
Institut für Ur- und Frühgeschichte, Labor für Archäobotanik.

Ausgrabung in Stieldorferhohn: Auftraggeber: DB Projekt GmbH Köln-Rhein/Main;
Ausführung: Angewandte Baugrundarchäologie GmbH, Bonn.
Wissenschaftliche Bearbeitung: Dr. Alfred Schuler  (Grabungsleiter);
im Hinblick auf archäobotanische Untersuchungen:
Wolf D. Becker, Köln.
Wissenschaftliche Beratung: im Hinblick auf Vergleichsfunde aus dem Rheinland:
Prof. Dr. Hans-Eckart Joachim
(Rheinisches Landesmuseum Bonn)
Ausstellungs-konzeption: Elmar Scheuren und Dr. Alfred Schuler,
unter Mitwirkung von Antje Harms M.A.
Fundzeichnungen: Andrea Denkinger M.A.
Graphische
Umsetzung:
Friederike Hilscher-Ehlert
(Rheinisches Landesmuseum Bonn)


 
 

 

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Die Baustelle eines

eisenzeitlichen "Pfostenbaus"

im Museumsgarten

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pfos-06kRekonstruktionszeichnung: 
Friederike Hilscher-Ehlert (Rheinisches Landesmuseum Bonn).
Von Dezember 1999 bis April 2000 zeigte das Siebengebirgsmuseum die Sonderausstellung

Vor 2000 Jahren ... 
Zur Archäologie der Eisenzeit - Neues aus der Region

 
Zur Veranschaulichung neuer Erkenntnisse zur Siedlungsgeschichte im Raum Siebengebirge wurde im Museums-garten eine "Baustelle" eingerichtet. Sie will die vor über 2000 Jahren in unserem Raum beim Bau von Häusern üblicherweise angewendeten Techniken veran-schaulichen. Hierzu zählt etwa die Herstellung der nötigen Bauteile in reiner Handarbeit und der Aufbau solcher "gebeilter" Pfosten und Balken in traditioneller Technik.

Zu den wichtigsten Spuren von Siedlungen aus vorgeschichtlicher Zeit zählen Bodenverfärbungen, von denen wiederum die häufigsten auf "Pfostenlöcher" zurückzuführen sind. Sie lassen vor unseren Augen das Bild eisenzeitlicher Häuser und Alltagsszenen entstehen: Eine Rekonstruktionszeichnung zeigt eine Häusergruppe, wie sie nach den Ergebnissen der Grabungsbefunde um 200 vor Chr. bei Stieldorferhohn gestanden hat.


Szenen vom Bau:
  Königswinter, am 20. November 1999.
Fotos: Ralf Klodt, Königswinter pfos-07k  pfos-08k  pfos-09k
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Die Ausführung der Holzbearbeitung und Einrichtung der "Baustelle" erfolgte durch die Mitarbeiter (von links:) Waleri Trippel, Luis Diaz und Waleri Trippel junior des Archäologischen Freilichtmuseums Oerling-hausen (bei Bielefeld / Teutoburger Wald).

Die verarbeiteten Eichenstämme stammen aus dem Naturpark Sieben-gebirge, gestiftet von der Försterei des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (Forstbezirk Lohrberg).

  zur Ausstellungsinformation


 
 

 

Verfügbare Videofilme

 

Ortsgeschichte Jahrtausendfeier in Königswinter im Jahre 1925

Zeitgenössischer Stummfilm, ca. 20 Min. 

Die "Jahrtausenfeier" wurde - als Demonstration der Zugehörigkeit des Rheinlandes zum Deutschen Reich - in zahlreichen Städten des Rheinlandes aufwendig begangen. Vor dem Hintergrund der Folgen des 1.Weltkrieges und des andauernden Besatzungsstatuts hatte sie die Funktion einer nationalistischen Propagandaveranstaltung. Die Königswinterer Feierlichkeiten zeichneten sich durch besonderen Aufwand aus - darunter auch ein großer "historischer Festzug".....
 

Die Juden von Königswinter

Fernsehfilm, WDR 1987, 45 Min. 

Auf der Grundlage des Buches von Manfred van Rey (Heft 1 der Schriftenreihe 'Königswinter in Geschichte und Gegenwart') wurde diese Dokumentation von dem bekannten Autor und Regisseur Ralph Giordano erstellt. Im Zentrum steht die Befragung von drei überlebenden Zeitzeuginnen, die einen Einblick in den "Alltag" sowohl des Verhältnisses zwischen Juden und christlicher Bevölkerung als auch der rücksichtslosen Verfolgung während des 'Dritten Reiches' geben. 
 

Die Ofenkaulen im Siebengebirge

Amateurfilm, von Werner Hauptmann und Thomas Schwarz, 1987, ca.55 Min. 

Sehenswert sind hier insbesondere die Passagen, in denen Aufnahmen aus dem Inneren der heute gesperrten Backofensteinbrüche und ihrer unterirdischen Stollensysteme gezeigt werden. Es handelt sich hier um ein besonderes und einzigartiges Zeugnis der Königswinterer Wirtschaftsgeschichte.

Flößerei
 
 
 
Das Floß

Dokumentarfilm, 1988, ca. 24 Min. 

Im August 1988 ließ die Stadt Düsseldorf - aus Anlaß ihres 700jährigen Stadtjubiläums - ein historisches Rheinfloß in Mainz bauen und den Rhein hinab fahren.
 

Alte Waldberufe aus dem Schwarzwald

a) "Holzriesen", ca. 16 Min.; Holztransport von Berg zu Tal, über eigens gebaute "Rutschen" ... 

b) "Die Flösserei", ca. 18 Min.; Floßbau und Floßfahrt werden nachgestellt.
c) "Verschwundene Waldberufe", ca. 20 Min.; Alte, längst vergessene Berufe wie Kienrußbrenner, Pottaschesieder, Harzer, Köhler, Wagner, Schindelmacher u.a. werden vorgestellt.
 

Frankenwaldflößer

Stummfilm, 1930er Jahre, ca.35 Min. 

Von der Stammbereitung zu Floßbau und Floßfahrt. Nachgestellte Szenen im typisch glorifizierenden Stil der 30er Jahre.

Naturschutz
 
 
Naturpark Siebengebirge

Landesbildstelle Rheinland 1990, 21 Min. 

Überblick über die Entstehungsgeschichte und landschaftliche Besonderheiten eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands. Es werden Nutzungskonflikte beschrieben, die sich aus der doppelten Funktion von Naturschutz und Erholungsraum ergeben.

Volkskunde
 
 
(Kopien von Filmdokumentationen des Amtes für rheinische Landeskunde, Bonn) 
 

Das Handwerk der Beller Backofenbauer

1 "Gewinnung des Tuffsteins"
    Bell/Mendig, 1976, 30 Min. 

2 "Errichtung eines Gemeinschaftsbackofens"
    Dattenberg/Linz, 1976, 31 Min. 

Neben Königswinter war Bell (Eifel) ein zweites, wichtiges Zentrum des rheinischen Backofenbaus. Beiden Orten gemeinsam war die Besonderheit der Verwendung eines geeigneten Natursteins ("Tuff"). Mit Hilfe eines der letzten erfahrenen Backofenbauer zeigt der Film die typischen Arbeitstechniken, die bis auf geringfügige Unterschiede durchaus den in Königswinter praktizierten entsprechen. 
 

Brotbacken im Hausbackofen

Hillensberg 1970, 28 Min. 

Im Backhäuschen am Rande des Baumgartens beginnen am Abend die Backvorbereitungen mit dem Ansetzen des Vorteigs. Am nächsten Morgen wird der backfertige Teig hergestellt, der mit den Füßen durchgeknetet und dann zu Brotlaiben ausgeformt wird. Neben dem Brot backt man Sonntagskuchen und dörrt Birnen. 
 

Brotbacken im Gemeindebackhaus

Löhndorf 1970, 42 Min. 

Mehrere Familien nutzen gleichzeitig das Gemeindebackhaus zum Brotbacken. Nach dem Auslosen der Backfolge bereitet die erste Backgemeinschaft den Teig zu und heizt den Ofen ein. Während die Brotlaibe im Ofen sind, ist die nächste Familie bei ihren Backarbeiten. Zu Hause wird das Brot auf einem Gestell versorgt, der Sauerteig für den nächsten Backtag aufbewahrt.
 

Glockenbeiern zur Kirmes

Niederdollendorf/Königswinter 1982, 13 Min. 

Anläßlich der Kirmesfeierlichkeiten führen die Niederdollendorfer Junggesellen das festliche Beiergeläut aus. Die "Beiermänner" schlagen die Klöppel per Hand gegen die Wände der bewegungslos hängenden Glocken, wobei sie bestimmte überlieferte Rhythmen beachten.
 

Das Handwerk der Oberbergischen Pflastersteinhauer

Erlenhagen/Gummersbach 1977, 55 Min. 

In einem oberbergischen Steinbruch brechen die Pflastersteinhauer die Blöcke aus dem Fels und schlagen sie nach Maß je nach Verwendungszweck zu, nur durch dachähnlich aufgerichtete Hütten vor Wind und Wetter geschützt.
 

Das Mühlsteinhauergewerbe

Niedermendig 1966 

1 Steinbrechen und Behauen im Basaltbruch (35 Min.) 

Aus den Steinbrüchen in der Nähe des Laacher Sees wird Basaltlava zur Herstellung von Mahlsteinen gewonnen. Die Steinhauer keilen in der Wand einen mächtigen Block ab und werfen ihn mit Brechstange und Winde los. 

2 Herstellen eines Basaltmühlsteins (29 Min.) 

Aus einem rohen Basaltblock fertigen die Steinhauer mit den verschiedenartigen Steinhämmern einen kreisrunden, ebenmäßigen Mühlstein.
 

Faßbinden in einer Küferwerkstatt

Ellern 1962, 29 Min. 

Aus rohen Eichenklaftern werden mit dem Beil die Dauben gehauen, die der Küfer dann auf dem Fügeblock zurichtet, beim Feuern zusammenbiegt und zum fertigen Faß bindet.
 

Küfern einer Weinstitze

Zeltingen/Mosel 1982, 22 Min. 

Um eine Weinkanne herzustellen, muß der Küfer zunächst die Eichenhölzer spalten und die Rohdauben auf Schneidbank und Fügeblock glätten. Mit Hilfe des Setzreifens werden die Dauben zur Kannenzange aufgesetzt, die nach dem Kochen mit den Bindereifen gebunden werden kann. Abschließend wird das fertige Gebinde geputzt und gesäubert.
 

Fischfang auf der Mosel

1  Stellnetz, Wurfgeil, Koppelnetz
    Kröv 1982, 28 Min. 

Das Wurfgeil ist ein lassoartig ausgeworfenes Stülpnetz, das man bei einer Art Schleichjagd auf Standfische einsetzt, die an bestimmte Futterplätze angelockt werden.
Beim Koppelnetz hängt zwischen zwei Stangen ein enggeknüpfter Netzbeutel; mit diesem Fanggerät veranstalten die Fischer regelrechte Treibjagden auf Standfische unter dem Ufergebüsch.
Da diese altbewährten Fanggeräte weitgehend untauglich geworden sind, setzen die letzten Moselfischer heute das Stellnetz ein; es besteht aus einer selbstfangenden, quer in die Strömung gestellten Maschenwand. 

2 Giewenschleife, Schleppnetz, Aalschnur, Aalreuse
    Kröv 1983, 29 Min. 

Die Giewenschleife besteht aus einer langen, mit dünnen Holzplättchen bestückten Kette, die man vom Ufer und vom Nachen aus am Flußgrund entlangschleppt; auf diese Weise werden "Giewen" oder Grundlinge in ein Hamennetz getrieben.
Beim Schleppnetz handelt es sich um einen kegelförmigen Maschensack, den man im quergestellten Nachen über die Bordwand gleiten läßt.
Grundlinge dienen als lebende Köder, wenn die Fischer die Grundschnur für Aale auslegen, an der rund 40 Angelhaken befestigt sind. Anstelle dieses weitgehend untauglich gewordenen Aalfanggeräts benutzen die Moselfischer heute die allgemein übliche Reuse.
 

Gießen einer eisernen Ofenplatte

Eschweiler 1982, 16 Min. 

Im sogenannten Herdgußverfahren wird eine Ofenplatte gegossen, wie sie früher als Heizungsutensil gebraucht wurde. Die reliefartige hölzerne Bildform wird in das Sandbett ("Herd") gelegt; in den negativen Abdruck läuft das geschmolzene Eisen ein, nach dessen Abkühlen die gußeiserne Ofenplatte vorliegt.
 

Aufsetzen des Kirchturmhahns

Hackenbruch/Dormagen 1984, 22 Min. 

Anläßlich der Kirchenrenovierung setzen die Dachdecker den neuen, vom Ortsgeistlichen gesegneten Wetterhahn auf der Spitze des Kirchturms auf. Nach alter Handwerkersitte ziehen sie zuvor mit dem geschmückten Kirchenhahn von Tür zu Tür, sagen einen Heischespruch auf und sammeln Geldspenden für einen Umtrunk.
 

Vogelschießen bei der St.Sebastiani-Armbrustschützengesellschaft Anno 1250

Herzogenrath 1980, 30 Min. 

Mit der Armbrust und 18 Pfeilen feuern die Schützen aus freier Hand ihre Schüsse auf den 42 Meter hoch aufgesteckten Vogel ab, wenn die Mitglieder der Herzogenrather Armbrustschützengesellschaft beim jährlichen Schützenfest ihren König ermitteln. 
 


 
 

 

 
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Galerie der Rheinromantik
Foto: Ralf Klodt


Sammlung RheinRomantik
 

Auswahl II

Der Rhein um 1800

8. Mai - 31. Oktober 2012


 

In der Galerie der Abteilung Rheinromantik werden in dieser aktuellen Auswahl von Werken der Sammlung RheinRomantik drei Themen behandelt.

1.  Der Rhein um 1800

zeigt den Umbruch von der klassizistisch aufgefassten Landschaft hin zur Romantik – ein Umbruch, der an ausgewählten Ansichten zwischen Bonn und Biebrich exemplarisch dargestellt wird.

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Unbekannter Künstler, Ansicht von Bonn, um 1800; Sammlung RheinRomantik

 

Die exakte Wiedergabe des Bonner Rheinufers wird bestimmt durch die Vinea Domini, einem ehemaligen kleinen Schlösschen südlich des alten Zolls. Für die Reisenden des 18. und frühen 19. Jahrhunderts bestimmte sie die Stadtsilhouette, der sich nördlich dann der weiße, langgestreckte Bau des Kurfürstlichen Schlosses anschloss.
 
 

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Georg Schneider, Blick von der Eremitage im Niederwald auf Bingen, um 1800; Sammlung RheinRomantik

Die dramatische, romantisch geprägte Ansicht der alten Ruine Vautsberg, der späteren Burg Rheinstein steht am Beginn der romantischen Landschaftsdarstellung, in der die Unendlichkeit der Naturgewalten, aber auch eine publikumswirksame Geschichtsinszenierung stand.
 
 
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Georg Schneider, Ansicht der Ruine Vautsberg im Gewitter, um 1790;
Sammlung RheinRomantik

Der frühromantische Park des Grafen Maximilan zu Os am Niederwald, gegenüber von Bingen, ist um 1800 zum Ausflugsziel geworden: Touristen finden sich ein und ein Künstler zeichnet sie. Landschaft wird zum Element der Reflektion, sie ist nicht mehr bedrohlich sondern wird beherrschbar.
 

2.  Tradierte Blickpunkte: Die Loreley

Ein eigenes Ausstellungsmodul widmet sich dem Thema der Loreley, dem – neben dem Drachenfels – wohl bekanntesten Berg am Rhein.

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Schütz, Die Loreley von Norden, um 1803/04; Sammlung RheinRomantik


Frühe landschaftliche Darstellungen thematisieren den Felsen – der früher nur als Hindernis der Schifffahrt wahrgenommen wurde. Erst mit Clemens Brentano wurde die Personifizierung der Loreley erfunden – in der Ausstellung wird eine der frühesten heute bekannten Darstellungen der Loreley auf dem Felsen gezeigt.

 

 3.  Veränderungen der Landschaft:

Schloss Bürresheim als Einzelmotiv in der Landschaft

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J. J. Diezler, Schloss Bürresheim, 1827; Sammlung RheinRomantik


Das Motiv von Schloss Bürresheim wurde als Einzelmotiv herausgegriffen, um darzustellen, wie genau Künstler einerseits ihre Umwelt beobachteten, andererseits aber wie innovativ sie topografisch bekannte Ansichten neu komponieren und damit interpretieren konnten.