Lord
Byron und der Rhein
Der englische Lord, George
Gordon Noel Byron,
(London 1788 -1824 Missolunghi
/ Griechenland)
verließ im Mai 1816
seine englische Heimat.
Die Reise des in England
bereits
sehr populären Dichters
war ein Versuch,
privaten Schwierigkeiten
zu entkommen:
Er hinterließ eine
gescheiterte Ehe und
wachsende Kritik an anderen
Beziehungen
wie der zu seiner Halbschwester
Augusta Leigh.
Auf dem Weg zum Genfer See
beeindruckte ihn
das Rheintal. Das Erlebnis
dieser Landschaft
brachte er in Verbindung
mit seiner Gefühlswelt.
Seine Eindrücke fanden
Eingang in die Fortsetzung
einer seiner bekanntesten
Dichtungen:
Childe Harold's Pilgrimage.
Mit den ersten Teilen
dieses Werkes hatte Byron
bereits vier Jahre zuvor
einen großen literarischen
Erfolg gefeiert und
den "Byronschen Helden",
eine menschenscheue
und melancholische Titelfigur,
begründet.
Ein im Anblick des Drachenfels
verfasstes und
in die Pilgerfahrt des Ritters
Harold eingefügtes
Gedicht war an Augusta Leigh
gerichtet.
Wegen der Verknüpfung
von Begeisterung
für die rheinische
Landschaft
mit Liebessehnsucht und
Weltschmerz
erfreute sich dieser Text
in der Folgezeit
großer Beliebtheit.
Er prägte besonders
die Erwartungen vieler englischer
Reisender.
Spätere Dichter - wie
Edward Bulwer Lytton -
ließen sich zur Nachempfindung
inspirieren.
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