| Mythen
und Sagen
Für die Reisenden ist
seit dem 19. Jahrhundert die
Rheinlandschaft fest mit
ihrer Sagenwelt verbunden.
Tatsächlich sind die
bis heute populären Sagen
vom Drachenfels und seiner
Umgebung
Erfindungen oder Umgestaltungen
dieser Zeit.
Die ältesten schriftlichen
Fassungen
stammen aus dem frühen
19. Jahrhundert,
als die Beschäftigung
mit volkstümlicher
Überlieferung populär
wurde.
Im Zuge ihrer Sagenbegeisterung
veränderten
Dichter und Wissenschaftler
nicht nur viele Sagen,
sondern schufen manche sogar
völlig neu.
Am Anfang dieser Entwicklung
standen im Rheinland
Aloys Schreiber und Niklas
Vogt. Sie gaben 1806
gemeinsam ein Reisehandbuch
heraus, das erste
kurze Fassungen rheinischer
Sagen enthielt.
Auf Schreiber geht die Sage
von der
Jungfrau vom Drachenfels
zurück.
Auch die Liebessage zu Rolandseck
hat er
so ausgestaltet, wie sie
heute geläufig ist.
Seit den 1820er Jahren erschien
eine Vielzahl von
Sammlungen rheinischer Sagen.
Besonders die „Rheinsagen“
von Karl Simrock aus
dem Jahr 1837 besitzen hohe
literarische Qualität.
In einer späteren Ausgabe
findet sich hier erstmals
die Legende „Der Mönch
zu Heisterbach“.
Eine Sage unbekannter Herkunft
ist die
Entstehungssage des Siebengebirges.
Bei den
romantischen Dichtern wird
sie noch nicht erwähnt.
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