| Reiseführer
Die Beliebtheit des Mittelrheins
als Reiselandschaft
spiegelt sich in der Vielfalt
von Reisebeschreibungen
des 19. Jahrhunderts. Zwischen
1816 und 1856
erschienen 120 entsprechende
Buchtitel.
Vorläufer dieser Bücherflut
sind Reiseberichte,
die meist wissenschaftliche
Ansprüche verfolgen:
Es werden Fragen der
Entstehung oder auch
geografischer Besonderheiten
diskutiert.
Erst mit der zunehmenden
Popularität erscheinen
auf dem Markt Reiseführer,
die
als Hilfsmittel zur eigenen
Reise angelegt sind.
Ein zunehmend ausführlicher
praktischer Teil
enthält konkrete Ratschläge
oder
benennt und bewertet Gasthäuser
und Unterkünfte.
Zum Klassiker dieser Art
des Reisebegleiters
entwickelt sich seit den
1830er Jahren der Baedeker.
Dieser Führer sichert
seine Aktualität durch
Neuauflagen in rascher Folge.
Wichtig für den kommerziellen
Erfolg ist allerdings
auch die äußere
Gestaltung:
Die von einem englischen
Vorbild übernomme rote
Einbandgestaltung erweist
sich sehr bald
als verkaufsfördernd
und erlaubt damit - bis in die
heutige Zeit - hohe Auflagen.
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